Steuererklärungen spanischer Krypto-Händler: Was können wir lernen? - Über 70% Verluste im Jahr 2022 gemeldet, Binance führend bei Transaktionen und Staking beliebteste Handelsart

Ein aktueller Bericht gibt Aufschluss über die finanzielle Situation der spanischen Kryptohändler im Geschäftsjahr 2022. Laut dem Medienunternehmen Europa Press erlitten über 70 % der Kryptohändler Verluste. Diese Angaben stammen von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TaxCripto, die sich auf die Erstellung von Steuererklärungen für Krypto-Inhaber spezialisiert hat. Besonders bei denen, die in Krypto-Derivate und -Futures investieren, waren die Verluste deutlich höher. In dieser Gruppe verzeichneten 91 % Verluste. Dies könnte auf eine Besonderheit im spanischen Steuermeldesystem hinweisen, da Kryptoinvestoren, die Verluste melden, möglicherweise keine Steuern auf ihre Bestände zahlen müssen. Viele Anleger haben daher beschlossen, ihre Verluste noch vor Jahresende zu realisieren, um ihre Steuerlast zu senken. Die spanische Steuerbehörde hat in der Vergangenheit Schwierigkeiten bei der Umsetzung ihrer Steuerpläne gehabt. Um dagegen vorzugehen, hat sie mutmaßlichen Krypto-Händlern schriftliche Warnungen geschickt, dass sie ihre Krypto-Einnahmen deklarieren müssen. Andernfalls drohen hohe Geldstrafen. Die Daten für den Bericht wurden von TaxCripto auf Grundlage der eigenen Kunden erhoben. Es wird vermutet, dass der "starke Rückgang" der Kryptopreise im Jahr 2022 viele Krypto-Investoren dazu veranlasst hat, Einkommensverluste für das Jahr zu melden. Darüber hinaus sind weitere interessante Erkenntnisse aus der TaxCripto-Studie hervorgegangen. Demnach wurden satte 85 % der in den Steuererklärungen deklarierten Krypto-Transaktionen über die Binance-Handelsplattform abgewickelt. Im Gegensatz dazu wurden nur 10 % über Coinbase abgewickelt und weniger als 2 % über die spanische Bit2ME-Plattform. Für Bitcoin (BTC) Befürworter mag es überraschend sein, dass lediglich 10 % der Transaktionen mit BTC abgewickelt wurden. Spitzenreiter bei den deklarierten Transaktionen war die Binance Coin (BNB) mit 18 %, gefolgt von USDT mit 11 %. In Bezug auf die Art der Transaktionen war das Staking mit 46 % die beliebteste Handelsmethode in Spanien, gefolgt vom Krypto-zu-Krypto-Handel mit 39 %. Diese Zahlen zeigen, dass die Akzeptanz von Kryptowährungen in Spanien zunimmt. Laut einer Umfrage im vergangenen Jahr ist das Bewusstsein für Kryptowährungen in der breiten Öffentlichkeit auf 76 % gestiegen. Die Ergebnisse dieser Studie werfen ein Licht auf die aktuelle finanzielle Situation der spanischen Kryptohändler und geben einen Einblick in deren Handelspräferenzen und die Nutzung von verschiedenen Handelsplattformen. Angesichts der verpflichtenden Krypto-Steuererklärungen ist es für Kryptoinvestoren in Spanien wichtig, ihre Einnahmen und Verluste korrekt zu melden, um möglichen finanziellen und rechtlichen Problemen vorzubeugen. - Quelle: Krypto News Austria

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